08.02.2023
U19

Youth League-Reise endet

Die U19 muss sich in den Play-offs der Youth League 0:5 (0:2) bei AZ Alkmaar geschlagen geben. Matchwinner war Dreierpacker Mexx Meerdink, die Rote Karte für Dario Gebuhr erschwerte die Aufgabe in Hälfte zwei.

Am Mittwochabend war es pünktlich zum Sonnenuntergang im niederländischen Wijdewormer auf dem Gelände des AZ Alkmaar angerichtet. Die Play-off-Partie der UEFA Youth League gegen den amtierenden U18-Meister stand an. Trainer Ervin Skela musste auf die sich weiterhin in Reha befindlichen Marcel Wenig und Nacho Ferri verzichten. Sie wurden ersetzt durch Harpreet Ghotra und Anas Alaoui. Zudem setzte Skela auf eine Doppelsechs bestehend aus Ghotra und U17-Kapitän Noah Fenyö. Nach sicherer Anreise und guten zwei Einheiten auf dem ungewohnte Kunstrasen, waren die Adlerträger bereit für das Aufeinandertreffen mit den Niederländern.

Kaum war das Spiel angepfiffen, mussten die Adlerträger jedoch den ersten Rückschlag verkraften. Nach zwei Minuten feuerte Jayden Addai aus der Distanz auf das Tor von Matteo Bignetti. Der Ball prallte den Pfosten - direkt vor die Füße von Kapitän Mexx Meerdink, der aus wenigen Metern nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Die Adlerträger versuchten, den frühen Schock abzuschütteln und selbst Nadelstiche zu setzen, doch Alkmaar zeigte, wieso ihre Jugendarbeit europaweit bekannt und geschätzt ist. In der achten Minuten fuhren die Riederwälder einen eigentlich guten Angriff, bei dem Medhi Loune jedoch der Ball versprang und er bei der Rückeroberung einen Schritt zu spät kam - die Konsequenz war eine frühe gelbe Karte für den Mittelfeldakteur. Die Anfangsphase waren weiter die Hausherren das dominierende Team und kamen durch Poku (14.) und Addai (15.) zu weiteren Großchancen, die sie allerdings nicht nutzen konnten.

AZ dominant und abgzockt

Den ersten Akzent auf Seiten der Adlerträger konnte in der 16. Minute Elias Baum setzen, der nach einer Flanke von Divaio Bobson nicht genügend Druck hinter den Kopfball bringen konnte. Ein harter Brocken kam auf die Adlerträger zu, die zwar in der ersten halben Stunde deutlich an Anteilen gewannen und auch selbst Angriffe fahren konnten, aber gegen starke Niederländer auch immer wieder defensiv gefordert wurden. So auch in der 31. Minute, als nach einem Angriff der Adlerträger der schnelle Konter über links eingeleitet wurde. Daniel Beukers war schneller als die rechte Verteidigungsseite, brachte den Ball in die Mitte, wo erneut Meerdink zum Abschluss kam und eiskalt blieb.

Die Gastgeber blieben hartnäckig und versuchten früh, das Spiel für sich zu entscheiden. Meerdink (37.) und Kees Smit (41.) scheiterten an Bignetti, während Bobson auf der Gegenseite Owusu-Oduro im Kasten von AZ prüfte, jedoch scheiterte. Auch den Abschluss von Anas Alaoui parierte der AZ-Keeper souverän, so ging es mit einem 0:2-Rückstand aus Eintracht-Sicht in die Halbzeitpause.

Was auch immer Ervin Skela den Jungadler in der Halbzeitpause mitgegeben hat, scheint Wirkung gezeigt zu haben. Ab Sekunde eins machten sie Druck und spielten sich durch Jan Schroeder die erste Großchance heraus. Der Linksverteidiger schloss aus zweiter Reihe mit seinem schwachen Rechten ab, traf den Innenpfosten, von dem der Ball am anderen Pfosten vorbei aus der Gefahrenzone rollte. Die Partie war nun ausgeglichener und die Intensität wurde auf beiden Seiten hochgefahren, was neben Chancen auch zu einer gelben Karte für Ghotra (51.) führte.

Rot für Gebuhr, Dreierpack für Meerdink

Die Adlerträger kamen besser in die Partie, doch die Dominanz der Gastgeber hielt an. Alkmaars Chancendichte nahm ab und die Adlerträger schnupperten am Anschlusstreffer. In der 64. Minute dann alerdings der nächste Rückschlag für die Skela-Elf - die von da an nur noch zu zehnt spielte. Nach einem Laufduell am Strafraum, fiel Alkmaars Poku kurz vor dem Sechzehner. Schiedsrichter Igor Pajac griff sofort in die Hosentasche und zeigte Kapitän Dario Gebuhr die rote Karte. Dezimiert versuchten sich die Adlerträger zu wehren, doch es fiel noch schwieriger als zu elft. In der 70. Minute erhöhte Poku nach einer Überzahlsituation der Gastgeber zum 3:0, Mexx Meerdink schnürte fünf Minuten später einen Dreierpack zum 4:0.

Das Spiel - so entschieden es eine Viertelstunde vor Schluss war - flachte ab. Sowohl auf Seiten der Gastgeber, als auch auf der der Adlerträger gab es kaum noch Akzente nach vorne, auch wenn die Skela-Schützlinge es weiter probierten. Den Schlusspunkt der Partie setzte Jayden Addai vom Elfmeterpunkt in der 90. Spielminute. Die Adlerträger kamen nach einer einseitigen ersten Halbzeit gut zurück ins Spiel, doch der Versuch der Aufholjagd startete zu spät und wurde durch eine fragwürdige rote Karte und individuell starke Aktionen der Gastgeber nicht belohnt.

AZ Alkmaar - Eintracht Frankfurt 5:0 (2:0)

Alkmaar: Owuso-Oduro - van Aken (80. Esajas), Poku (80. Kalisvaart), Schouten, Meerdink (C) (80. Daal), Addai, Stam, Smit, Beukers (80. Mastoras), Kerssens, Kwakman

Frankfurt: Bignetti - Baum, Schroeder, Gebuhr (C), Hannak, Ghotra (69. Mladenovic), Loune, Boakye Osei, Bobson (60. Wünsch), Alaoui (84. Starodid), Fenyö

Tore:
1:0 Meerdink (2.)
2:0 Meerdink (31.)
3:0 Poku (71.)
4:0 Meerdink (75.)
5:0 Addai (90. FE)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Dario Gebuhr (64./Notbremse)