08.09.2020
U17

Von der „Alten Dame“ zur „Diva“

In der neuen Saison verstärkt Muhammed Damar die Offensivabteilung der U17. Der Neuzugang im Portrait.

Als Muhammed Damar vom Interesse von Eintracht Frankfurt erfuhr, ging alles ziemlich schnell. Nach einem freudigen Anruf bei seinem Vater und einem Gespräch mit seinem Berater finalisierten beide Seiten den Wechsel des Mittelfeldspielers an den Riederwald. „Ich habe schon mehrfach gehört, dass Frankfurt im Vergleich zu Berlin zwar die kleinere Stadt ist, in Bezug auf Fußball dafür aber eine riesige Familie“, so der 2004 in der Bundeshauptstadt geborene Spieler. Mit einem Teil seiner jetzigen Mannschaftskollegen kam er schon im Frühjahr 2020 in Kontakt: Bei einem Leistungsvergleich der U16-Landesverbände schenkte der Berliner Angreifer der hessischen Auswahl vier Tore ein und machte so die Verantwortlichen der Eintracht auf sich aufmerksam. In der kommenden Saison steht er dann mit seinen damaligen Gegenspielern gemeinsam auf dem Rasen, um die B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest aufzumischen.

Raus aus der Komfortzone Berlin

Angefangen hat für Damar alles beim 1. FC Schöneberg im gleichnamigen Berliner Stadtteil, in dem der Sohn türkischer Eltern geboren und aufgewachsen ist. Dort entdeckte ihn der FC Hertha 03 Zehlendorf und holte ihn 2013 zu sich in die Jugend. Dort bewies ‚Momo‘, wie er von seinen Mitspielern und Freunden gerufen wird, ein ums andere Mal, dass er in der Offensive ein unverzichtbarer Teil ist. In den zwei Jahren bei Zehlendorf wurde dann Hertha BSC auf den feinen Techniker aufmerksam. Die Chance, sich im NLZ der Hertha zu beweisen, nahm das Talent natürlich gerne wahr – so erfolgte im Jahr 2015 der Wechsel. „In der letzten Saison bei Hertha BSC habe ich zu wenige Einsätze erhalten, um mich richtig entwickeln zu können, weswegen ich für die Saison 2019/20 wieder zurück nach Zehlendorf gewechselt bin“, so der nominelle Zehner. Eine gute Entscheidung, denn mit neun Toren und acht Vorlagen blühte er auf seiner Paradeposition erneut auf und war „maßgeblich am Aufstieg der U17 in die Bundesliga beteiligt“, so Zehlendorfs Trainer Alexander Kwasny. Nach der erfolgreichen Saison für den FC Hertha 03 Zehlendorf wagte er nun erstmals den Schritt raus aus seiner Geburts- und Heimatstadt. Mit reichlich Selbstvertrauen schloss er sich der Eintracht an.

Schnell integriert und heiß auf den Saisonstart

Ins Internat am Riederwald zog er im Juli ein. „Vom ersten Anruf der Eintracht bis zum jetzigen Zeitpunkt ging alles so schnell – und dennoch fühle ich mich bereits jetzt pudelwohl“, resümiert der Mittelfeldmotor strahlend seine ersten Wochen in Frankfurt. „Auch in meine Mannschaft habe ich mich bestens integriert, da hat auch das Trainingslager nochmal geholfen.“ In seiner Zeit in Frankfurt möchte er an seine persönliche Leistung aus der vergangenen Saison anknüpfen und dem Mittelfeld der Eintracht Stabilität sowie Durchschlagskraft verleihen. Wenn dabei ähnlich viele Torbeteiligungen wie 2019/20 zusammenkommen, freut es den Berliner umso mehr. Jedoch steht für ihn der Erfolg des Teams im Vordergrund: „Neun Tore in der letzten Saison waren natürlich schon sehr stark, aber das Wichtigste ist, dass wir gemeinsam Erfolge holen. Ob ich im defensiven oder offensiven Mittelfeld spiele, ich möchte alles dafür geben.“ Das Vertrauen genießt ‚Momo‘ allemal: „Er ist ein sehr talentierter Nachwuchsspieler. Wir sind von seinen spielerischen Qualitäten überzeugt und freuen uns, dass er in den kommenden Jahren das Adlertrikot trägt und bei uns seine nächsten Entwicklungsschritte macht“, sagte Andres Möller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, bei der Verpflichtung. Einer erfolgreichen gemeinsamen Zeit sollte also nichts mehr im Wege stehen.

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