09.07.2020
U19

U19: Im Schatten der Spitze gelauert

Die A-Junioren haben eine starke Saison hinter sich. Am Ende reichte es für Rang sechs, doch die Tendenz zeigte zuletzt deutlich nach oben.

Schon zu Beginn der neuen Saison zeigte sich, dass diese eine ganz besonderes werden sollte. Im Sommer stießen der 2001er Jahrgang, der schon im Jahr zuvor in der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest antrat, der ältere Jahrgang aus der U17 und die drei externen Neuzugänge – Molenaar, Höllen und Fahrnberger –  als „neue U19“ das erste Mal auf dem Platz zusammen. Unter der Regie des Technischen Direktors Marco Pezzaiuoli und Trainer Andreas Ibertsberger sollten die Weichen für eine erfolgreiche Spielzeit gestellt werden. „Zu Beginn der Saison war die Zielsetzung, vor allem aufgrund der Ausgangslage der vorherigen Saisons, der frühestmögliche Klassenerhalt“, erinnert sich Ibertsberger an den letzten Sommer zurück. „Aber schon in den ersten Wochen und im Trainingslager in den Niederlagen merkten wir, dass das Team schnell zusammenfand und von Tag eins an harmonierte.“

Nach einem durchwachsenen Start in die Saison, spielte sich die U19 immer mehr ein und präsentierte sich ab November unglaublich stark. Siege wie das 4:1 in Augsburg oder das spektakuläre 6:2 im Nachbarschaftsduell mit den Kickers Offenbach ließen erahnen, wohin die Reise für die A-Junioren gehen könnte. In der Folge mussten sich die Adlerträger zwar dem Vizemeister Mainz 05 und der TSG Hoffenheim geschlagen geben, blieben jedoch den gesamten November und auch im Dezember ungeschlagen.

Mit einem 4:0-Sieg gegen den SSV Ulm und einem 2:1-Erfolg bei den Bayern in München am 12. Spieltag sandte das Team ein klares Zeichen an die Liga: mit der Eintracht sollte zu rechnen sein. „In diesem Spiel ließ sich unsere Entwicklung in der Hinrunde am besten sehen“, blickt Ibertsberger auf den Auswärtserfolg im Topspiel zurück. „Wir haben gekämpft, wir haben hervorragend gespielt und einem Top-Gegner den Schneid abgekauft.“ Auch die letzten beiden Partien vor der Winterpause, die zwei Heimspiele gegen die SpVgg Greuther Fürth und den Rückrundenstart gegen den SC Freiburg, gewannen die Riederwälder bravourös und überwinterten auf dem sechsten Tabellenplatz.

Zweitbestes Team der Rückrunde

„In der Vorbereitung auf die Rückrunde haben wir als Trainerteam direkt gemerkt, dass die Mannschaft die Motivation dazu hatte, in der Rückrunde für Aufsehen zu sorgen“, so Ibertsberger. Diesen Willen brachten die Adlerträger auch direkt in den ersten Pflichtspielen auf den Platz: Gegen den FC Ingolstadt und Kickers Offenbach sammelten die A-Junioren weitere Punkte für den Angriff auf die Führungsgruppe. Zwar mussten sich die Jungadler am 17. Spieltag erneut dem VfB Stuttgart geschlagen geben, doch in den drei Spielen vor dem Saisonabbruch verzeichnete die Mannschaft des Gespanns Pezzaiuoli und Ibertsberger die volle Punktzahl. Somit beendete unsere U19 die Saison auf dem sechsten Platz, doch die Rückrundentabelle ließ erahnen, wo es für die Adlerträger hätte hingehen können – der Sprung ins obere Tabellendrittel wäre ein realistisches Ziel im Saisonendspurt gewesen.

Fünf der sieben Spiele in der zweiten Halbserie konnten die Adler für sich entscheiden, in der Rückrundentabelle spiegelte sich das mit dem starken zweiten Platz wider – nur der Meister, die U19 des FC Bayern München, war besser. Doch abseits der tabellarischen Situation zeigt sich Ibertsberger auch mit der persönlichen Entwicklung seiner Spieler zufrieden: „Schon beim Surfen im Trainingslager wurde deutlich, dass wir dieses Jahr gemeinsam gut funktionieren werden und Jungs an Bord haben, die den Sport und das Team einfach lieben. Waren wir auswärts unterwegs und die Spieler hatten ein paar Stunden frei, fand man sie oft genug ziemlich schnell auf einem lokalen Bolzplatz, wo sie gegen Jugendliche aus der Region spielten. Das waren die kleinen Momente, die abseits des Sportlichen sinnbildlich für den Zusammenhalt der Truppe stehen.“

Und diese Entwicklung möchte Ibertsberger auch in der kommenden Saison weiterführen. Zwar verlässt der 2001er-Jahrgang die Mannschaft, doch der jüngere Jahrgang hat in der abgelaufenen Spielzeit Blut geleckt und möchte vollenden, was sie  nicht zu Ende bringen durften. Seit der Ball am Riederwald wieder rollt, trainieren die A-Junioren schon mit den Spielern zusammen, die für die kommende Runde aus der U17 dazustoßen. „Für uns gilt es jetzt, in der neuen Saison anzugreifen, die gute Phase aus dem Frühjahr mitzunehmen und mit dem neu zusammengestellten Kader erneut eine Einheit zu bilden, mit der alles möglich ist“, lässt Ibertsberger in seine Planung blicken. Findet das neu zusammengestellte Team so gut zusammen wie in dieser Saison, ist einiges von unserer U19 zu erwarten.

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