In einem emotionalen Spiel baut unsere U19 am Sonntagvormittag ihre Serie aus und ist mit dem 0:0 bei 1860 München nun seit fünf Spielen ungeschlagen. Dabei reiste die Mannschaft mit dem letzten Aufgebot an die Isar.
Neben den verletzten Nationalspielern Cenk Tosun und Marcos Alvarez, die angeschlagen von ihren Länderspielen zurückkehrten, fielen kurzfristig Stefano Cincotta und Björn Schnitzer aus. Niklas Ehm musste aufgrund des Personalengpasses nach zehn tägiger Krankheit direkt von Beginn an spielen, der angeschlagene Dominik Lötschert ersetzte ihn ab der 71. Minuten. Lediglich zwölf Feldspieler und zwei Torhüter konnten auf dem Aufstellungsbogen vermerkt werden.
Über die gesamten 90 Minuten besaß unsere U19 klare Feldvorteile gegenüber den Münchnern und zeichnete sich durch eine gute Struktur im Spiel bei Ballbesitz sowie im Spiel gegen den Ball aus. „Wir waren von der Spielanlage heute sehr gut“, erklärte Trainer Slaven Skeledzic nach der Partie. In der ersten Hälfte konnten die Frankfurter 60 Prozent des Ballbesitzes für sich beanspruchen, nur zwingende Chancen blieben aus. Einzig Außenverteidiger Tobias Wedemeyer sorgte mit einem Distanzschuss aus halbrechter Position für Aufsehen, doch Schlussmann Thomas Reichlmayr konnte parieren. Die „Löwen“ suchten ihr Heil ebenfalls aus der Distanz, brachten aber keine gefährlichen Schüsse auf das Tor von Keeper Yannic Horn.
Wenige Momente nach Wiederanpfiff stand Schiedsrichter Müller (Ansbach) im Mittelpunkt. Nach einem Foul von Sebastian Bartel am Münchner Juniorennationalspieler Kevin Volland rempelte der Münchner im Fallen den Frankfurter um und wurde aufgrund dessen des Feldes verwiesen. Der Unparteiische entschied bei dieser relativ harmlosen Situation auf Tätlichkeit (48.). Zehn Minuten vor Spielende verteilte Müller zwei weitere Platzverweise. Nach einem lautstarken Disput an der Seitenlinie schickte der Schiedsrichter Trainer Skeledzic und den Leiter des Münchner Nachwuchsleistungszentrums Jürgen Jung auf die Tribüne. Auslöser der Auseinandersetzung war ein heftiges Einsteigen eines „Sechzigers“ gegen Wedemeyer, der vom gestreckten Bein des Münchners am Schienbein getroffen wurde und erst nach einer Behandlungspause weiter machen konnte. „Es war eine emotionale Reaktion von uns beiden, so ist das nun mal im Sport. Von meiner Seite bleibt aber nichts hängen und ich hoffe, dass das mein Kollege genau so sieht“, so Skeledzics Kommentar.
Unserer U19 bot sich nach dem Feldverweis von Volland weiterer Raum, den die Mannschaft nutzte, um sich gute Chancen zu erspielen. Der besten Möglichkeit stellte sich allerdings das Lattenkreuz in den Weg. Khaled Mesfin, defensiver Mittelfeldspieler, setzte aus knapp 15 Metern den Ball ans Aluminium. Die Münchner konzentrierten sich aufs Kontern - ohne Erfolg.
„In Anbetracht der personellen Situation haben wir heute gut gespielt, auch wenn uns das Tor gefehlt hat. Mit der Art und Weise bin ich aber sehr zufrieden“, so das Fazit von Skeledzic, der speziell das Aufbauspiel aus der Defensive und die Kreativität im Offensivbereich lobte.
30.05.2010
U19