02.10.2016

U16 entledigt sich dem VfB Gießen 3:2

Lange Zeit sah es am Sonntagmittag nach einer entspannten Auswärtsfahrt unserer U16 zum VfB Gießen aus. Nach einer komfortablen Führung spannte das Team von Trainer Anouar Ddaou den Spannungsbogen gegen Ende nochmals.

Lange Zeit sah es am Sonntagmittag nach einer entspannten Auswärtsfahrt unserer U16 zum VfB 1900 Gießen aus. Nach einer komfortablen wie hochverdienten 3:0-Führung spannte das Team von Trainer Anouar Ddaou den Spannungsbogen gegen Ende nochmals, jedoch ohne gravierende Folgen. (Foto: Stiliyan Kandev)
Der im Vergleich zur Derbyniederlage gegen den FSV Frankfurt auf vier Positionen veränderte Tabellendritte – Abwehrhüne Sebastian Alebiosu und Toptorschütze Kahan Kuscu fehlten wie drei weitere Akteure verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt, ansonsten rotierten Jakes Boakye und Younes Hida für Ismail Sy, Max Bell Bell, Dennis Dinyer sowie Denis Huseinbasic aus der Anfangself – nahm erwartungsgemäß rasch das Heft des Handelns in die Hand. Gießen beschränkte sich auf seine defensiven Kompetenzen, was den Spielgestaltungsansatz der Gäste nochmals verstärkte. Die Suche nach bespielbaren Räumen in Strafraumnähe gestaltete sich äußerst beschwerlich, wenngleich keineswegs ausweglos. Durch schnelle Passpassagen boten sich ein ums andere Mal Lücken im VfB-Verbund. Zunächst unterlag der über außen eingesetzte Max Vogler im Eins-gegen-Eins-Duell Gießens Goalie Maximilian Kretz, anschließend zielte Huseinbasic etwas zu ungenau. Zudem fiel manch enge Abseitsentscheidung anfangs ausnahmslos zugunsten der Hausherren aus. Jedenfalls bis Mitte des ersten Durchgangs, als Luca Uth einen Steilpass Huseinbasics hinter die Abwehrreihe verarbeitete und die standesgemäße Führung herstellte. Da Gießen sich trotz Rückstand weiterhin nicht aus der Deckung wagte, blieb bis zur Pause vieles Stückwerk.Weshalb die Jungadler nach dem Seitenwechsel sich vermehrt auf Angriffsaktionen über die Flügel fokussierten – und dies prompt mit durchschlagendem Erfolg! Kaum eine Minute nach Wiederanpfiff avancierte 1:0-Schütze Uth zum Vorlagengeber, als er von der Seite kommend Huseinbasic bediente, der mit dem ersten Kontakt den Vorsprung verdoppelte. Daraufhin drängten die Riederwälder mit vollem Elan auf die Vorentscheidung, die nach einer Dreiviertelstunde gefühlt eintrat, als Daniel Dejanovic die Kugel aus 18 Metern in die Maschen jagte. Eine halbe Stunde vor Schluss hatte Frankfurt alles unter Kontrolle, der Gastgeber konnte von Torschüssen oder gar -chancen nur träumen. Umso sehr rieben sich alle Beobachter nach einer Stunde verwundert die Augen, als plötzlich die Frankfurter das Spielgerät vom Tor zum Anstoßpunkt tragen mussten. Vorausgegangen war ein weiter Ball, der auf Höhe des Strafraums einschlug, woraufhin der eingewechselte Yasin Kara ungestört auf 1:3 verkürzen durfte. In der Folge schlichen sich immer größere Mengen Hektik in das Gesamtgeschehen ein, die Eintracht wirkte längst nicht mehr so organisiert und abgeklärt wie noch über weite Strecken der Partie. Exemplarisch dafür die der eingetretenen Unruhe geschuldeten vertanen Kontergelegenheiten. Ein Teufelskreis. Der den Favoriten umso enger einschnürte, als die Frankfurter Hintermannschaft einen weiteren langen Schlag nicht entschärfen konnte, weshalb Paul Zenger erst den geschlagenen Torhüter Dusan Zbiljic umkurvte und anschließend ins leere Tor einschob. Da auch in den verbleibenden Minuten nach dem 2:3 die Adlerträger einem erneuten Erfolgserlebnis näher waren als Gießen der Sensation, bestand nach dem Schlusspfiff am Verdienst des fünften Saisonsieges nicht der Hauch eines Zweifels.Wie auch Coach Ddaou befand, der allgemein meinte, dass die Mannschaft „50 Minuten richtig gut und 30 Minuten ordentlich gespielt“ habe. „Insgesamt müssen wir es jedoch hinbekommen, die individuellen Fehler abzustellen, die zu solchen Gegentoren führen“, sieht er nichtsdestotrotz weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten. VfB 1900 Gießen U17 – Eintracht Frankfurt U16 2:3 (0:1)Gießen: Kretz – Kutscher, Schwer, Fiedler, Müller, Schwabe, Grönke, Galvan, Wagenbach (55. Santos), Wagner (44. Zenger), Bebe (50. Kara)Frankfurt: Zbiljic – Dinyer, Orywol (44. Engel), Türksoy, Sy, Dejanovic, Weingärtner, Uth (53. Boakye), Bell Bell (41. Keskin), Huseinbasic, Vogler (50. Hida)Tore: 0:1 Uth (20.) 0:2 Huseinbasic (41.) 0:3 Dejanovic (46.) 1:3 Kara (64.) 2:3 Zenger (74.)Schiedsrichter: Jonas Paul Stehling