Vom 31. Januar bis 7. Februar bereitet sich unsere U23 in Antalya auf die Rückrunde der Regionalliga Süd vor. Wir begleiten die „kleine“ Eintracht am Mittelmeer in Form eines Trainingslager-Tagebuchs. Heute: Spontaner Test und Klaus, der Aluminumkönig.
Die Landung auf türkischem Boden hatte sich das gesamte Team wohl etwas anders vorgestellt. Zum einen erreichte die Flugmaschine ihr Ziel um eine halbe Stunde vor dem Plan, zum anderen erreichte die Flugmaschine ihr Ziel äußerst unsanft. Letzteres hatte mit dem mächtigen Gewitter zu tun, das zum Zeitpunkt der Landung die türkische Mittelmeerstadt beschäftigte. Schon am Flughafen wurde sämtlichen Reisenden versichert, dass es sich bei diesem Regenguss um eine Ausnahme handelte, was sich am Folgetag bestätigte. Um 2.30 Uhr (Ortszeit) erreichten Mannschaft und Betreuer das komfortable Hotel, welches nur wenige Meter vom Mittelmeer entfernt liegt. Nach einem kurzen Snack ging es in die Betten.
Nach einer kurzen Nacht stand um 9.30 Uhr die erste Trainingseinheit auf dem Plan. Der Trainingsplatz des Hotels ist einen Kilometer vom Hotel entfernt und ausschließlich über einen schlechteren Feldweg zu erreichen. So verwunderte es auch nicht, dass sich eine Schafshorde dem Bus auf dem Rückweg zur Herberge in den Weg stellte und die Abfahrt um wenige Momente verzögerte. Am Nachmittag testete die Truppe von Trainer Frank Leicht kurzfristig gegen die Reserve vom österreichischen Rekordmeister Rapid Wien. Auch wenn das Ergebnis mit 3:1 recht deutlich ausfiel, war der schwäbische Fußballlehrer mit seiner Truppe nicht ganz zufrieden. Ein etwas zielstrebigeres Auftreten hätte einen höheren Sieg möglich gemacht.
Mit der ersten richtigen Chance für die Gäste gingen diese in der 24. Minute in Führung. Eine Flanke faustete Schlussmann Pablo Alvarez unglücklich ins eigene Tor. Nur zehn Minuten später konnte Christian Brucia das 1:1 erzielen, ehe Juvhel Tsoumou in der 38. Spielminute die 2:1-Pausenführung herstellte. Zur Pause wechselte Leicht das Team durch: Für Tsoumou, Sebastian Jung, Jürgen Mössmer, Daniel Vier, Brucia und Timothy Chandler kamen Abdessammad Fachat, Telmo Teixeira-Rebelo, Tuncay Nadaroglu, Martin Hess, Richard Weil und Sven Ehser in die Partie. Ehser war es dann auch, der kurz nach der Pause (50.) auf 3:1 erhöhte. In der Folge hätte unsere U23 noch weitere Tore erzielen können. Die Partie beendete ein satter Pfostenknaller der Wiener aus knapp 25 Metern. Die Rapidler starten wie die „kleine“ Eintracht in der Regionalliga, die in Österreich allerdings die dritthöchste Liga darstellt. Ebenfalls mit dabei: Drei Mitglieder des Rapid-Fanclubs „Amassupport“.
Im Anschluss an den Test ging es auf dem Nebenplatz dramatisch zu. In einem Duell der Betreuer konnte Teammanager Klaus Simon im Lattenschießen einen bemerkenswerten Sieg einfahren. In fünf Durchgängen setzte Simon das Leder zwei Mal an die Latte, während es seine Kollegen Physiotherapeut Salvatore Balestreri, Co-Trainer Alexander Schur und Torwarttrainer Horst Neubauer nur ein Mal schafften.
Erfreuliche Nachrichten gibt es auch aus dem Lazarett: Stürmer Patrick Mayer, der sich früh in der Saison einen Syndesmosebandriss am linken Sprunggelenk zugezogen hatte, ist wieder im Training und wird langsam aufgebaut. In Antalya fehlen dagegen die drei Langzeitverletzten Damir Agovic, Manuel Waidmann sowie Günel Güney und Frank Lehmann, der nach der Verletzung von Markus Pröll in Frankfurt geblieben ist. Für die beiden Neuzugänge Adem Demir und Fnan Tewelede kam ein Einsatz am Sonntag nach kleineren Blessuren noch zu früh.
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