31.07.2025
U21

Neulinge, Wundertüten und ein Mitfavorit

Die Saison 2025/26 in der LOTTO Hessenliga steht vor der Tür. Wir werfen einen Blick auf die Gegner: VfB Marburg, SC Waldgirmes, SV Darmstadt 98 II, SV Rot-Weiss Walldorf und SV Hummetroth.

Die U21 startet in der Saison 2025/26 in der LOTTO Hessenliga. Gemeinsam mit 17 weiteren Teams aus ganz Hessen kämpfen die Adlerträger um die tabellarischen Spitzenplätze. Wir blicken in einer mehrteiligen Serie auf die Gegner. Im Fokus: VfB Marburg, SC Waldgirmes, SV Darmstadt 98 II, SV Rot-Weiss Walldorf und SV Hummetroth.

VfB Marburg

Universitätsstädter mit Ziel Klassenerhalt

Der 1905 gegründete Verein aus der Universitätsstadt Marburg blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine sportlichen Glanzzeiten erlebte der Club Mitte der 1980er- sowie Anfang der 1990er-Jahre, als der Sprung in die damals drittklassige Oberliga gelang. Nach dem Hessenliga-Abstieg 2010/11 und einigen Jahren in unterklassigen Ligen schaffte der Verein 2023 schließlich den langersehnten Weg zurück in das hessische Oberhaus. Dort gelang in den beiden folgenden Spielzeiten jeweils knapp der Klassenerhalt – der auch diesmal wieder das vordergründige Ziel des VfB ist. 

Mit Del Angelo Williams konnte der Marburger Top-Torjäger aus der vergangenen Spielzeit gehalten werden. Der 32-jährige Routinier, der einst auch für Hansa Rostock und die SV Elversberg stürmte, netzte in der letzten Saison 13-mal ein. Eine weitere wichtige Säule im Angriffsspiel ist Jonas Pfalz. Der ehemalige Adlerträger überzeugte auf der linken Seite mit neun Scorerpunkten und war ein zentraler Bestandteil der Offensivabteilung. Defensiv dirigiert der ehemalige Drittligakicker, Kapitän und Spielertrainer Hendrik Starostzik seine Mannschaft.

  • Trainer: Hendrik Starostzik (Spielertrainer, seit 2025)​​
  • Spielstätte: Stadion an der Gisselberger Straße (5.000) 
  • Größter Erfolg: Hessenmeisterschaft 1959, Aufstieg in die drittklassige Oberliga (84/85, 89/90, 91/92) ​​​
  • Ehemalige Adlerträger: Donart Kamberaj (2018-2019, 2020-2024), Jonas Pfalz (-2016)

SC Waldgirmes

Wundertüte Waldgirmes

Seit dem Aufstieg im Jahr 2018 gehört der SC Waldgirmes fest zur Hessenliga-Teilnehmerliste. Der 1929 gegründete Verein aus dem Lahntal zählt rund 700 Mitglieder und hat sich in den letzten Jahren als etablierte Größe im hessischen Oberhaus positioniert. Den größten Erfolg feierte man 2008/09 mit dem Gewinn der Hessenliga-Meisterschaft, auf einen Aufstieg in die Regionalliga verzichtete der SCW aber aus freien Stücken. In der vergangenen Saison belegte Waldgirmes einen soliden 12. Tabellenplatz und war damit Teil des gesicherten Mittelfelds. 

In der anstehenden Saison hat das Team von Mario Schappert einen namhaften Abgang zu verkraften. Der 26-jährige Torjäger Jacob Pistor war mit 21 Treffern und fünf Assists der überragende Akteur der Vorsaison, er läuft seit Sommer jedoch für den Ligarivalen TSV Eintracht Stadtallendorf auf. Auf einen weiteren Schlüsselspieler kann der SCW aber weiterhin bauen: Kevin Bartheld, ehemaliger Adlerträger und in der vergangenen Saison an 22 Treffern direkt beteiligt, spielt nach wie vor eine zentrale Rolle im Schappert-Team. Verstärkung erhält das Team unter anderen durch den Zugang des ehemaligen Adlerträgers Yannick Freischlad, der im Sommer vom 1. FC Köln II kam.

  • Trainer: Mario Schappert (seit 2020)
  • Spielstätte: Stadion in den Lahnauen (3.500)
  • Größter Erfolg: Meister der Hessenliga 2008/2009
  • Ehemalige Adlerträger: Luis Böttcher, Kevin Bartheld (2009-2012), Yannick Freischlad (2018-2021)

SV Darmstadt 98 U21

Zweiter Anlauf für die Lilien

Nach der Debütsaison und dem Klassenerhalt im vergangenen Jahr steht die U21 des SV Darmstadt 98 vor ihrer zweiten Spielzeit in der LOTTO Hessenliga. Auch Fakt: Das Team ist nahezu runderneuert und bespickt mit Neuzugängen aus der letztjährigen U19 der Lilien.  

Angeführt wird das Team auf dem Rasen vom ehemaligen Drittligaspieler Markus Ballmert, der im Mittelfeld das Herzstück der Mannschaft bildet. Othmane El Idrissi gilt als Tempomacher auf der Außenbahn und kommt in seiner noch jungen Laufbahn auf einen Kurzeinsatz in der 2. Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf.

  • Trainer: Daniel Petrowsky (seit 2024)
  • Spielstätte: Sportplatz am Hinkelstein (3.000)
  • Größter Erfolg: Klassenerhalt in der LOTTO Hessenliga (2024)
  • Ehemalige Adlerträger: Kelvin Kunstmann (2018-2024) 

SV Rot-Weiss Walldorf

An Rekordsaison anknüpfen

Die vergangene Saison verlief für den SV Rot-Weiss Walldorf lange sehr erfolgreich. An 22 Spieltagen stand die Mannschaft von Trainer Artur Lemm an der Spitze der Hessenliga-Tabelle, wurde schlussendlich Vierter. Personell nahm Rot-Weiss in der Sommerpause einige Änderungen am Kader vor: Unter anderem wurde Nils Fischer unter Vertrag genommen, der zuvor für Regionalligist Barockstadt Fulda auf Torejagd ging. Seit November letzten Jahres entsteht im Walldorfer B-Schmitt mobile Stadion Rot-Weiss ein neues Projekt – ganz im Zuge der Professionalisierung des Vereins: Auf einer neuen überdachten Tribüne sollen ca. 250 weitere Sitzplätze geschaffen werden.

Neuzugang Pau Babot, der vom Hanauer SC 1960 kam, gab im November 2024 sein Nationalmannschaftsdebüt für Andorra - er soll für Stabilität im defensiven Mittelfeld sorgen. Bei den Rot-Weissen in der vergangenen Saison gesetzt: Joshua Fröls, der bis 2021 den Adler auf der Brust trug. Der Innenverteidiger stand in 30 Spielen in der Hessenliga in der Startelf und konnte zwei Tore und zwei Torvorlagen beisteuern. Weitere ehemalige Adlerträger im Dienst der Rot-Weissen: Sebastian Hilger, Bennett Kruse und Georgios Spanoudakis.

  • Trainer: Artur Lemm
  • Spielstätte: B-Schmitt mobile Stadion Rot-Weiss
  • Größter Erfolg: Aufstieg in die 3.Liga 1987/88 (Oberliga Hessen)
  • Ehemalige Adlerträger: Sebastian Hilger, Joshua Fröls, Bennett Kruse, Georgios Spanoudakis

SV Hummetroth

Neuling mit Potenzial

Nach einem rasanten Aufstieg innerhalb weniger Jahre geht der SV Hummetroth in diesem Jahr in seine erste LOTTO Hessenliga-Saison überhaupt. Unter anderem auch dank der Unterstützung des Mäzen Stefano Trizzino arbeitete sich der Verein aus dem Odenwald schrittweise von den untersten Spieklassen bis in die Beletage des Hessischen Fußball-Verbandes. Nach der Saison 2024/25 war es schließlich geschafft: Der Meistertitel in der Verbandsliga Süd war gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die LOTTO Hessenliga - im Übrigen der dritte Aufstieg nacheinander.

Ohne entsprechendes Personal wäre dies womöglich auch nicht umsetzbar gewesen, im Kader des SV Hummetroth befinden sich durchaus namhafte Akteure: Die ehemaligen Adlerträger Jannik Sommer (282 Regionalligaspiele) und Amid Khan Agha (77 Regionalligaspiele) zählen sicherlich zu den bekanntesten Gesichtern, auch Irwin Pfeiffer, zuletzt im Dienst von Kickers Offenbach, kam im Sommer mit reichlich Erfahrung (über 70 Regionalligaspiele). Mit Spannung wird erwartet, ob der ambitionierte Liganeuling auch diesmal ganz oben angreifen will - um dir kometenhafte Aufstiegsstory um ein weiteres Kapitel zu ergänzen. 

  • Trainer: Artug Özbakir
  • Spielstätte: Spotpark Erbach 
  • Größter Erfolg: Meister Verbandsliga/Aufstieg in die LOTTO Hessenliga 2024/25
  • Ehemalige Adlerträger: Amid Khan Agha, Jannik Sommer, Nils Herdt, Giuseppe Signorelli