30.07.2025
U21

Meister, Urgestein und Überraschungsteams

Die Saison 2025/26 in der LOTTO Hessenliga steht vor der Tür. Wir werfen einen Blick auf die Gegner: FSV Fernwald, Hünfelder SV, KSV Baunatal und SC 1960 Hanau.

Die U21 startet in der Saison 2025/26 in der LOTTO Hessenliga. Gemeinsam mit 17 weiteren Teams aus ganz Hessen kämpfen die Adlerträger um die tabellarischen Spitzenplätze. Wir blicken in einer mehrteiligen Serie auf die Gegner. Im Fokus: FSV Fernwald, Hünfelder SV, KSV Baunatal und SC 1960 Hanau.

FSV Fernwald

Amtierender Meister

Der FSV Fernwald geht als amtierender Meister in seine siebte Saison in der LOTTO Hessenliga. Die abgelaufene Spielzeit beendeten die Mittelhessen mit 70 Punkten und einem Torverhältnis von 77:35 auf dem ersten Tabellenrang, verzichteten jedoch auf einen Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Stattdessen freute sich der Zweitplatzierte FC Bayern Alzenau über einen direkten Sprung in die vierte Liga, Türk Gücü Friedberg durfte dank des Fernwalder Verzichts als Drittplatzierter in die Aufstiegsrelegation mit dem 1. FC Kaiserslautern II und der TSG Balingen, in der die Friedberger dramatisch und hauchdünn scheiterten. 

Trainiert wird das Team wie schon in der vergangenen Saison vom gebürtigen Laubacher Daniel Steuernagel, der zuvor unter anderem Kickers Offenbach und den KFC Uerdingen coachte. Derweil führt der ehemalige Adlerträger Johannes Hofmann das Team als Kapitän auf dem Rasen an. Für Tore sollen insbesondere Awed Issac und Tom Woiwod sorgen, die vergangene Spielzeit jeweils 18-mal trafen und somit 36 von 77 Treffern des FSV erzielten.

  • Trainer: Daniel Steuernagel (seit 2024)
  • Spielstätte: Vereinsgelände an der Oppenröder Straße (2.500)
  • Größter Erfolg: Meister der LOTTO Hessenliga (2025)
  • Ehemalige Adlerträger: Lucas Burger (2007-2018), Jahleel Gore (2016-2023), Johannes Hofmann (-)

Hünfelder SV

Traditionsklub aus Osthessen

Nach dem Aufstieg in der Saison in der Saison 2022/23 geht der Hünfelder SV nun in seine dritte LOTTO Hessenliga-Saison in Folge. Die vergangenen zwei Spielzeiten beendete die Mannschaft von Trainer Johannes Helmke, der seit 2020 im Amt ist, im gesicherten Mittelfeld (Rang sieben und Rang acht). Auch in der kommenden Spielzeit wollen sich die Osthessen von den Abstiegsrängen fernhalten und weiterhin im hessischen Oberhaus verbleiben.

Dabei kann der HSV weiter auf die Dienste von Maximilian Froehlich zählen: Der Knipser, der bereits seit 2016 das Hünfelder Trikot trägt, erzielte in der abgelaufenen Saison 15 Treffer und bereitete sieben weitere vor - seinen Vertrag hatte er im Winter vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2026 verlängert. Auch einige ehemalige Eintrachtler haben in Hünfeld ihren Platz gefunden: Leon Zöll, Max Vogler und Luca Uth trugen in der Vergangenheit den Adler auf der Brust und werden den Duellen sicherlich mit Freude und Motivation entgegenblicken.

  • Trainer: Johannes Helmke (seit 2020)
  • Spielstätte: Rhönkampfbahn (3.000)
  • Größter Erfolg: Landespokal-Hessen-Sieger 1962/63
  • Ehemalige Adlerträger: Leon Zöll (bis 2015), Max Vogler (2015-2018) , Luca Uth (2013-2019)

KSV Baunatal

Urgestein der Hessenliga

Der KSV Baunatal ist wahrlich ein Urgestein der Hessenliga. Seit der Umbennung der vorigen Oberliga Hessen in Hessenliga zur Saison 2008/09 sind die Nordhessen fast permanenter Teilnehmer dieser Spielklasse. Lediglich in den Saisons 2013/14 und 2014/15 konnte sich der KSV sportlich für die Regionalliga Südwest qualifizieren. Die vergangenen zehn Jahre wurden aber wieder ununterbrochen in der hessischen Belatage des Herrenfußballs absolviert. Das Duell mit der Eintracht ist übrigens durchaus geschichtsträchtig: Gegen die Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt trat der KSV Baunatal bereits 14-mal an, zuletzt zweimal in der Saison 2022/23 gegen die U21, konnte jedoch nur vier dieser Begegnungen für sich entscheiden.

Aus personeller Sicht besonders wichtig für die Mannschaft von Tobias Nebe ist Daniel Borgardt. Der Abwehrchef und Kapitän steht seit 2011 beim KSV unter Vertrag und hat bereits über 300 Hessenliga-Spiele für den Verein bestritten. Mit Stürmer Mike Feigenspan und Außenverteidiger Patrick Krengel konnte der Klub zudem beide Topscorer der vergangenen Saison halten. Apropos Mike Feigenspan: Der erfahrene 30-jährige (u.a. 94 Drittligaspiele für Braunschweig, Uerdingen und Meppen) ist der Großneffe von Eckehard "Ekko" Feigenspan - Meisterheld 1959 und dreifacher Finaltorschütze.

  • Trainer: Tobias Nebe
  • Spielstätte: Parkstadion Baunatal (7.578)
  • Größter Erfolg: Aufstieg in die 2. Liga (1975/76), zweifacher Landespokal-Hessen-Sieger (1982 und 1983)
  • Ehemalige Adlerträger: - 

SC 1960 Hanau

Rasanter Aufstieg 

Der 1960 gegründete Verein aus Südhessen spielte bis 2009 noch in der Kreisliga, peu à peu ging es dann aber in höhere Gefilde. Zunächst preschte das Team aus der Brüder-Grimm-Stadt 2016 in die Verbandsliga vor. Sieben Jahre später dann der bisher größte Erfolg: Der Aufstieg in die LOTTO Hessenliga. In seiner Aufstiegssaison belegte der SC 1960 Hanau direkt den fünften Platz. In der vergangenen Saison gelang mit dem zwölften Rang in Endklassement der erneute Klassenerhalt. Ihre Heimspiele trägt der Hanauer Sportclub im traditionsreichern Herbert-Dröse-Stadion aus.

Auch personelle Verbindungen zur Eintracht sind gegeben: Der SC 1960 Hanau hat gleich fünf ehemalige Adler im Kader. Vor allem Zubayr Amiri ist eine Säule der Mannschaft. Der Topstürmer der Hanauer wechselte 2023 von der Frankfurter U21, mit der er die Hessenliga-Meisterschaft feierte, nach Hanau und konnte seitdem über 30 Scorerpunkte für die Südhessen erzielen. Auch SC-Neuzugang Emir Sejdovic feierte - wie Amiri - 2022/23 mit der Eintracht Frankfurt U21 den Aufstieg in die Regionalliga Südwest.

  • Trainer: Kenan Kocak
  • Spielstätte: Herbert-Dröse-Stadion (16.000)
  • Größter Erfolg: MeisterVerbandsliga Süd 2023 und damit Aufstieg in die LOTTO Hessenliga
  • Ehemalige Adlerträger: Kamal Farahat,Timo Dauber, Emir Sejdovic, Zakaria Marjane, Zubayr Amiri