08.06.2021
U16

Kontrastreiche Halbjahre

In der Liga performt, zwischendurch pausiert, in den Testspielen oft unglücklich unterlegen. U16-Trainer Helge Rasche blickt mit gemischten Gefühlen auf die abgelaufene Spielzeit zurück.

Den jüngeren B-Junioren-Jahrgang in der körperlich anspruchsvollen Hessenliga auf das darauffolgende U17-Bundesliga-Jahr vorbereiten – so lautet stets das Kernziel des Trainerteams der U16 von Eintracht Frankfurt. Mit dieser Aufgabe betraut wurde zur Saison 2020/21 Helge Rasche, der vom Halleschen FC an den Riederwald wechselte. Unterstützung erhielt Rasche dabei nicht nur von Dennis Merten, der zuvor Erfahrungen als Co-Trainer bei der U17 des SV Gonsenheim sammelte, sondern auch von einem nicht unbekannten Trainer-Neuling: Alex Meier kehrte nach rund zwei Jahren zur Eintracht zurück und komplettierte das Trainerteam zu einem ebenso spannenden wie dynamischen Mix.

Weniger dynamisch, sondern eher etwas schwerfällig verliefen jedoch die ersten gemeinsamen Wochen ab Ende Juni des vergangenen Jahres. Gerade erst aus dem ersten Pandemie-Lockdown gekommen, mussten die Jungadler einerseits ihre Fitness zurückerlangen. „Andererseits hat es auch ein bisschen gedauert, bis die Jungs unsere Prinzipien und die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, verinnerlicht haben“, erinnert sich Rasche und ergänzt: „Aber wir haben uns dann meiner Meinung nach recht schnell gefunden und die Jungs konnten sich im Laufe der Vorbereitung in allen Bereichen stetig steigern.“

In der Hessenliga haben wir, was die Ergebnisse angeht, fast maximal performt.

Helge Rasche

Unter Beweis stellten die Adlerträger das in der wenig später gestarteten Saison in der B-Junioren Hessenliga, in der sie es zum Großteil mit jahrgangsälteren und deshalb körperlich überlegenen Gegnern zutun bekamen. Dem torreichen 4:4-Unentschieden im Auftaktspiel gegen die SG Rosenhöhe ließen die Riederwälder drei Siege am Stück folgen. Nach einem weiteren Remis in Erlensee gewannen die Rasche-Schützlinge auch das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell mit den Altersgenossen des FSV Frankfurt am heimischen Riederwald 3:1. Mit 17 Zählern aus sieben Partien an der Tabellenspitze thronend, waren die Jungadler heiß auf die weiteren Liga-Duelle – doch daraus wurde nichts. Wie alle Ligen wurde auch die U17-Hessenliga zunächst unter- und einige Monate später abgebrochen. Der Trost, die kurze Liga-Spielzeit auf Rang eins und ohne Niederlage beendet zu haben, dürfte wohl nur ein kleiner gewesen sein.

„Die Unterbrechung war definitiv ein Schlag für uns“, so Rasche rückblickend. Er ergänzt: „In der Hessenliga haben wir, was die Ergebnisse angeht, fast maximal performt. Auch die beiden Punkteteilungen hätten wir durchaus zu unseren Gunsten entscheiden können.“ Die guten Ergebnisse seien, so der Trainer, auch die Folge guter Auftritte gewesen. „Wir haben sehr viel davon umgesetzt, was wir zeigen wollten. Insbesondere beim Sieg gegen den FSV Frankfurt haben die Jungs gezeigt, was sie draufhaben. Es war extrem schade, dass Ligaspiele anschließend nicht mehr möglich waren“, resümiert Rasche.

Im letzten Spiel vor der Saisonunterbrechung lieferte die U16 eine starke Leistung gegen den FSV Frankfurt ab - und hätte anschließend gerne weitere Ligapartien absolviert.

Nach wenigen Wochen der Ungewissheit stand Anfang November dann fest: Zumindest der Trainingsbetrieb kann – mit Abstrichen – aufrechterhalten werden. „Wir waren immer froh und dankbar, dass wir im Vergleich zu vielen anderen immerhin trainieren durften. Aber selbstverständlich gehen durch das Nichtvorhandensein von Wettkämpfen, Test- oder Ligaspielen auch Rhythmus und Fitness verloren“, so der Trainer über die schwierige Zeit im Anschluss an die Saisonunterbrechung.

Nicht weniger kompliziert gestaltete sich die Situation für das Trainerduo Rasche/Merten – Alex Meier war im Januar zur U19 aufgerückt – nach dem Jahreswechsel. Unregelmäßige Einheiten, schwierige Bedingungen im Winter und nicht zuletzt eine Zwangspause aufgrund der Überarbeitung des Hygienekonzepts wirkten sich nicht positiv auf den Leistungsstand der Jungadler aus. „Auch wenn die Zeit nicht leicht war, möchte ich nochmals herausheben, dass wir dankbar um jede Trainingseinheit waren, die wir absolvieren konnten“, so Rasche.

Die beiden Vergleiche mit dem 1. FC Saarbrücken gewannen die Jungadler - in den anderen Testspielen fehlte meist das Quäntchen Glück.

Gute Leistungen unbelohnt

Da im Frühjahr noch Unklarheit über eine mögliche Weiterführung der Liga herrschte und sich die Riederwälder trotz Ungewissheit darauf vorbereiten mussten, nahmen die Adlerträger die im März erfolgte Rückkehr in einen geregelten Testspielbetrieb mit Freude zur Kenntnis. „Den Jungs boten sich nun wieder Gelegenheiten, auf einem hohen Niveau gegen andere Leistungszentren zu spielen – das war die Hauptsache. Dass es aufgrund der fehlenden Fitness und des fehlenden Rhythmus nicht in jedem Testspiel perfekt laufen würde, war uns bewusst“, so Rasche. So setzte es für die U16 zunächst einige Niederlagen in den ersten Tests, aus denen aber jeweils auch Positives gezogen werden konnte. „Man muss das auch immer richtig einordnen“, sagt Rasche und ergänzt: „Einige Gegner waren zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens auch schon weiter, hatten zum Beispiel schon mehrere Testspiele auf dem Buckel. Insofern war das nicht überraschend, dass wir in den ersten Partien nicht über die gesamte Distanz abliefern konnten.“

Das Wichtigste war, dass die Jungs nach einigen Monaten Pause auf den Platz zurückkehrten und gegen starke Gegner die Möglichkeit hatten, sich weiterzuentwickeln.

Helge Rasche

Im Gegensatz zum ersten Halbjahr, als sie insbesondere mit hervorragenden Resultaten glänzten, mussten sich die Adlerträger in den Testspielen des zweiten Halbjahrs meist unglücklich geschlagen geben. Lediglich gegen den 1. FC Saarbrücken gewannen die Riederwälder beide Vergleiche. Aber Ergebnisse, zieht Rasche sein Fazit, hätten in den vergangenen Wochen ohnehin nicht oberste Priorität. „Natürlich hätten wir uns für die zum Teil wirklich guten Leistungen gerne auch belohnt, aber wir wollen das Positive hervorheben. Das Wichtigste war, dass die Jungs nach einigen Monaten Pause auf den Platz zurückkehrten und gegen starke Gegner die Möglichkeit hatten, sich weiterzuentwickeln“, so Rasche, der lobend abschließt: „Im normalen Rhythmus haben die Jungs in der ersten Saisonhälfte bewiesen, wozu sie zu leisten im Stande sind.“

Die Ligabilanz im Überblick:

  • Wettbewerb: B-Junioren Hessenliga
  • Siege: 5                                       
  • Remis: 2
  • Niederlagen: 0
  • Punkte: 17
  • Tore: 21:10
  • Tabellenplatz: 1
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