Für die U19 geht eine erfolgreiche und intensive Spielzeit zu Ende. Neben der letzten Saison in der A-Junioren-Bundesliga vor der Reform der Nachwuchsligen, waren die A-Junioren im Hessenpokal, dem DFB-Pokal der Junioren und beim Dallas Cup in den USA gefragt.
Furioser Saisonstart
Besonders in der Liga erwischten die Eintrachtler im Sommer 2023 einen denkwürdigen Start in die Saison. Fünf Spiele in Serie konnten die Frankfurter zum Auftakt der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest für sich entscheiden – unter anderem gegen den FC Bayern München und die TSG Hoffenheim – und setzten sich damit früh an die Tabellenspitze. Erst am sechsten Spieltag mussten die A-Junioren bei der SpVgg Greuther Fürth ihren ersten Punktverlust hinnehmen, eine Woche später setzte es gegen den SV Sandhausen die erste Niederlage in der Bundesliga.
Gute Begegnungen und positive Erlebnisse.
Helge Rasche
„Wir hatten grade zu Beginn der Saison viele gute Spiele und haben fast alle Mannschaften, die in der Tabelle am Ende über uns standen, geschlagen. Das waren gute Begegnungen und positive Erlebnisse für die Jungs“, fasst Helge Rasche den Saisonstart zusammen.
Einziger Wehmutstropfen der Hinrunde blieb für die U19 das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal der Junioren. Gegen den FC Carl Zeiss Jena mussten sich die Frankfurter in der ersten Runde knapp mit 1:2 geschlagen geben. In der Liga sah Rasche unterdessen immer wieder starke Auftritte seiner Mannschaft, die im Kalenderjahr 2023 lediglich zwei Spiele verloren. So überwinterten die Adlerträger auf Rang zwei und mit nur vier Punkten Rückstand in Schlagdistanz zur TSG 1899 Hoffenheim an der Tabellenspitze.
Internationale Highlights
Und das, obwohl Helge Rasche zum Ende der Rückrunde auf gleich drei Leistungsträger verzichten musste: Für Anas Alaoui, Ayoub Chaikhoun (beide Marokko) und Aiden Harangi (USA), stand im November 2023 das Abenteuer U17-WM auf dem Programm. In Indonesien bekamen es die Eintrachtler mit hochklassigen Gegnern auf internationaler Bühne zu tun und präsentierten sich dabei in guter Form. Alle drei zogen mit ihren Teams in die K.O-Phase ein, wo für Harangi und die USA im Achtelfinale nach einer packenden Partie gegen die DFB-Elf Schluss war. Für Alaoui und Chaikhoun ging es bis ins Viertelfinale, wo sie sich Mali knapp geschlagen geben mussten.
Sie waren nicht die einzigen A-Junioren, die im Laufe der Saison zu wichtigen internationalen Erfahrungen mit ihren Nationalmannschaften kamen. So waren Niko Kovac (Bosnien Herzegowina) und Marko Mladenović (Serbien) bei der Qualifikation für die U19-EM gefragt und verpassten die Endrunde mit ihren Auswahlmannschaften nur knapp. Mit Rafail Savvidis (Griechenland), Adam Loune (Marokko), Mateo Mazzone (Australien) und Noah Fenyö (Ungarn) hatte die Eintracht darüber hinaus weitere Jugend-Nationalspieler in ihren Reihen.
Wichtige Erfahrungen in Dallas
Ein weiteres internationales Highlight stand für die U19 im Frühjahr 2024 an. Beim Dallas Cup in den USA sammelten die Adlerträger nicht nur wichtige Erfahrungen abseits des Platzes, sondern bekamen auch Gelegenheit, sich mit Nachwuchsteams aus aller Welt zu messen.
Zwar reichte ein Sieg gegen den mexikanischen CF Monterrey nebst zweier Niederlagen gegen den FC Toronto und den São Paulo FC nicht für das Weiterkommen, für die Eintrachtler war die Reise nach Texas allerdings trotzdem ein voller Erfolg.
Wechselhafte Rückrunde
In der Liga konnten die Riederwälder ihre Dominanz aus der Hinrunde unterdessen nicht mehr aufrechterhalten. Fünf Spiele dauerte es, ehe die U19 nach der Winterpause wieder einen Sieg einfahren konnte – darauf folgte eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage. Am Ende schlossen die Adlerträger die Spielzeit in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest auf Rang sechs ab. „Als Mannschaft hätten wir natürlich gerne den ein oder anderen Punkt mehr gehabt – aber inhaltlich und an der Art, wie die Jungs Fußball spielen, sieht man, dass wir über das Jahr hinweg eine gute Entwicklung genommen haben“, resümiert Rasche, dessen Mannschaft die Saison dennoch mit einem Highlight beenden konnte.
Pokaltriumph zum Abschluss
Mitte April stieg die Eintracht nämlich in den A-Junioren-Hessenpokal ein und zeigte vom ersten Spiel an, dass sie ihren Pokalsieg von 2023 zu wiederholen gedachten: Auf einen 9:0-Sieg in Runde drei folgten Erfolge über den OSC-Rosenhöhe, die SG Bornheim Grün-Weiß und Kickers Offenbach. Im Finale trafen die Adlerträger Ende Mai schließlich auf den SV Rot-Weiß Walldorf und gaben sich im Waidesgrund Stadion in Petersberg keine Blöße: Ein 10:0-Finalsieg bedeutete nicht nur die Titelverteidigung im Hessenpokal, in dem die A-Junioren kein einziges Gegentor kassierten, sondern auch die Qualifikation für den DFB-Pokal der Junioren 2024/25.
Haben nicht nur als Mannschaft, sondern auch individuell eine sehr positive Entwicklung genommen.
Helge Rasche
„Mit dem Hessenpokal-Sieg hatten wir einen sehr schönen Abschluss, durch den jeder Einzelne mit einem sehr guten Gefühl aus der Saison rausgehen kann“, erklärt Helge Rasche. „Mit der Qualifikation zum DFB-Pokal haben wir außerdem ein Ziel für die kommende U19 erreicht. Mein Fazit ist entsprechend sehr positiv.“ Der U19 Trainer ergänzt: „In der U19 versuchen wir, die Jungs in Richtung Profibereich zu entwickeln. An den Spielern, die kommende Saison in die U21 gehen, oder auch den Jungs, die mit Profiverträgen ausgestattet wurden, erkennt man, dass wir nicht nur als Mannschaft, sondern auch individuell eine sehr positive Entwicklung genommen haben.“
Die Bilanz im Überblick:
- A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest
- Tabellenplatz 6
- 13 Siege / 6 Unentschieden / 7 Niederlagen
- Torverhältnis: 56:46
- Fakten: A-Junioren-Hessenpokalsieger 2024, Profiverträge für Anas Alaoui, Noah Fenyö und Junior Awusi Boddien, Torschützenkönig und Profidebüt Marko Mladenovic