16.09.2020
U17

Im Wettkampfmodus

U17-Trainer Sandro Stuppia zieht ein Fazit zur Saisonvorbereitung und blickt mit Vorfreude auf den Auftakt in der B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest.

Vor etwa einem Monat seid ihr aus dem Trainingslager in Bad Blankenburg zurückgekehrt. Was hat sich seither getan?
Erst einmal ist zu erwähnen, dass das Trainingslager sehr wichtig für uns war. Wir hatten die Möglichkeit, inhaltliche Dinge anzugehen und Automatismen zu schaffen. Im Anschluss an das Trainingslager blieb uns zusätzlich Zeit, noch weiter ins Detail zu gehen und unsere Ideen zu verfeinern. In unserem Trainingszyklus gehen wir wöchentlich unterschiedliche Spielsituationen und Inhalte an – mit dem Ziel, für den Gegner variabel und unberechenbar zu sein. Das Augenmerk liegt ganz klar auf unserem Spiel – wir wollen agieren, nicht reagieren.

Wie ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft?
Die Jungs haben – wenig überraschend – Bock auf den Saisonstart. Sie sind extrem engagiert und hungrig in den Trainingseinheiten und waren es auch in den Testspielen. Ihnen ist allerdings auch bewusst, dass sie im Vergleich zur vergangenen Saison in der Hessenliga ihre Grenzen verschieben müssen. Das bedeutet: Was sie in der letzten Spielzeit investiert haben, wird in der Bundesliga nicht reichen. Mehr Training, mehr Leidenschaft – das haben wir von den Jungs verlangt und bis hierhin setzen sie das sehr gut um. Wir alle befinden uns nun im Wettkampfmodus.

Die B-Junioren der Eintracht sind heiß auf den anstehenden Saisonauftakt.

Den Großteil der Jungs hast du bereits in der vergangenen Hessenliga-Saison trainiert. Wie bewertest du die Entwicklung der Spieler seither?
Ihnen ist mit der Zeit noch stärker bewusst geworden: Um etwas zu erreichen, muss eine Menge investiert werden. Die Jungs geben Gas und spulen Woche für Woche ein großes Pensum ab. Zudem haben wir die größte Entwicklung darin genommen, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen und in den entscheidenden Momenten da zu sein. In den Vorbereitungsspielen waren auch enge Spiele dabei, in denen wir aber stets die Überzeugung hatten, sie zu gewinnen. Diese Siegermentalität ist ein sehr positiver Entwicklungsschritt.

In der Vorbereitung gab es fast ausschließlich Siege. Hast du Sorgen, dass die Mannschaft nun einen Erfolg in der Liga als selbstverständlich ansieht?
Nein, weil wir Trainer es anders vorleben. Die Testspiele haben dazu gedient, Automatismen zu verfeinern und uns weiterzuentwickeln. Dass die Partien zum Großteil ergebnistechnisch erfolgreich waren, freut uns zusätzlich. Dennoch gehen wir sicherlich nicht mit dem Gedanken in das erste Pflichtspiel, dass alles von allein läuft. Wir sind selbstbewusst, aber nicht überheblich.

Am Samstag empfangt ihr den 1. FC Nürnberg zum Saisonauftakt. Wie lautet der Plan gegen den Club?
Unser Ziel ist, gut in die Begegnung und somit auch in die Saison zu starten. Sicherlich wird auch der psychologische Aspekt eine Rolle spielen. Die Mannschaften haben über ein halbes Jahr kein Pflichtspiel mehr bestritten. Der Gedanke, dass es jetzt um Punkte geht, wird uns im Spiel beschäftigen. Umso wichtiger ist es dann, uns nicht ablenken zu lassen und unseren klaren Plan, unsere Spielidee weiterhin zu verfolgen. Die Positivität muss die Negativität unterdrücken.

Die Junioren-Bundesliga wird ein hartes Pflaster werden. Dennoch stellen wir den Anspruch an uns selbst, oben mitspielen zu wollen.

U17-Cheftrainer Sandro Stuppia

Der Spielmodus der Saison wird ein anderer sein. Beeinflusst das deine wöchentliche Herangehensweise?
Nein, die Vorbereitung bleibt trotzdem die gleiche. Es ist zwar richtig, dass der Modus diesmal eher einem Ausscheidungsturnier ähnelt. Wir spielen in der Runde nur einmal gegen ein Team und dann – eine mögliche Endrunde mal ausgenommen – nicht mehr. Aber die Vorbereitungen, die Wochen, die Inhalte, das Ziel für den Höhepunkt am Wochenende – das alles bleibt gleich. Natürlich wird es interessant, weil man sich eine hervorragende Ausgangsposition schaffen kann, sollten die ersten vier, fünf Spiele positiv gestaltet werden. Ein spannender Modus, der vielleicht auch für die Zukunft positive Dinge mit sich bringt. Grundlegendes in der Herangehensweise wird sich – zumindest bei uns – aber nicht ändern.

Du bist kein Freund davon, im Voraus mögliche Endplatzierungen auszurufen. Kannst du dennoch ein Saisonziel formulieren?
Wir wollen uns immer verbessern. Die Junioren-Bundesliga wird ein hartes Pflaster werden. Dennoch stellen wir den Anspruch an uns selbst, oben mitspielen zu wollen. Wir wollen mutig sein, aber jedem Gegner mit Respekt gegenübertreten. Als Eintracht wollen wir unsere Werte ausleben und unser Spiel durchziehen. Wir möchten zu den Teams im vorderen Bereich zählen, keine Frage.

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