Unglücklich und vor allem zu hoch – so lässt sich die Niederlage der U17 gegen den 1. FC Köln am besten beschreiben: Chance um Chance erspielten sich die dominant auftretenden Adlerträger besonders im ersten Durchgang, die Tore fielen aber auf der anderen Seite des Spielfeldes. Drei Mal musste Gradascevic in Folge von Standards hinter sich greifen: In der achten Minute war es Vunguidica, der die Gäste in Folge eines Freistoßes das erste Mal zum Jubeln brachte, eine Viertelstunde später legte Ley im Anschluss an eine Ecke nach (24.). Kurz zuvor hatte Abraha den Ausgleich auf den Fuß, scheiterte aber aus wenigen Metern an Reiners im Tor der Gäste (20.).
Glücklos vor dem Kölner Tor
Es war nicht die einzige Situation in Halbzeit eins, in der die Eintrachtler vor dem Kölner Schlussmann das Glück verlies: Schon in der zweiten Minute hatte Oteng-Mensah gegenüber Reiners das Nachsehen, ein Abschluss von Arlinghaus unmittelbar nach dem 0:2 segelte über das Kölner Gehäuse (25.). Auch Haßfeld scheiterte rund zehn Minuten später am gut aufgelegten Kepper der Gäste, konnte den Ball im Strafraum aber zurückgewinnen, ehe er regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Prenaj legte sich den fälligen Strafstoß zurecht und verwandelte platziert im unteren linken Eck (37.).
Noch vor der Pause hatte Scheller die nächste gute Gelegenheit, wieder war jedoch Reiners für die Jungböcke zur Stelle (41.). Diese zeigten sich vor dem Tor der Eintracht wiederum gnadenlos effizient: Eine Ecke erreichte Völp, der im Frankfurter Strafraum am höchsten stieg und zum 1:3-Pausenstand einnickte (44.).
Wir hatten viel Ballbesitz, waren dominant, haben den Druck hochgehalten und uns Chance um Chance erspielt
Sascha Rausch
„Wir hatten viel Ballbesitz, waren dominant, haben den Druck hochgehalten und uns Chance um Chance erspielt“, analysiert Sascha Rausch, der den Gelb-Rot-gesperrten Sebastian Haag an der Seitenlinie vertrat, im Nachgang der Partie. „Leider bekommen wir auf der anderen Seite drei unglückliche Gegentore und liegen dann zur Pause mit 1:3 zurück. Das ist nicht einfach gegen einen Gegner, der generell sehr gut und auch körperlich robust ist.“
Elfmeter bringt die Vorentscheidung
Dominant gestaltete sich auch der Anfang des zweiten Durchgangs, die Adlerträger kamen mit viel Elan aus den Kabinen und bemühten sich um den Anschluss-Treffer. Ein Elfmeterpfiff zu Gunsten der Kölner sorgte allerdings nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff für den nächsten großen Dämpfer. Ekweribe ließ sich diese Chance nicht nehmen und erhöhte auf 4:1 aus Sicht der Gäste (54.).
Die Jungadler taten sich in der Folge schwer, gegen die defensiv kompakt stehenden Kölner zu gefährlichen Chancen zu kommen. Ein Abschluss des eingewechselten Bahoya geriet nicht platziert genug (62.), Tsiokos scheiterte aus spitzem Winkel an Schlussmann Reiners (79.), Binz setzte einen Kopfball nur knapp am Kölner Tor vorbei (90.). „Hinten raus ist uns ein bisschen die Luft ausgegangen“, erklärt Sascha Rausch, dessen Mannschaft nach einem Konter in der Nachspielzeit einen weiteren Gegentreffer hinnehmen musste. „Eine 1:5-Niederlage tut natürlich weh, vor allem, weil die Jungs gerade in der ersten Halbzeit ein tolles Spiel gemacht haben“, so der U17 Co-Trainer Analyse.
Wir geben weiter Gas
Sascha Rausch
Am Ende steht trotz der Niederlage eine Leistung zu Buche, auf die sich weiter aufbauen lässt: „Wir wollen die Jungs so ausbilden, dass sie Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entscheiden, heute haben wir einige dieser Duelle besonders nach Standards nicht gewonnen. Im Endeffekt ist es auch da weiterhin wichtig, dass wir das weiter trainieren und beim nächsten Mal besser machen“, resümiert Rausch und betont: „Wir geben weiter Gas, und werden sicherlich eine gute Woche haben, an deren Ende wir mit Stuttgart wieder einen starken Gegner haben: Dann nehmen wir hoffentlich auch die drei Punkte mit.“
Die Highlights der Partie:
Eintracht Frankfurt U17 – 1. FC Köln U17 1:5 (1:3)
Eintracht: Gradascevic – Abraha, Scheller, Vött (83. Buchta), Prenaj, Tsiokos (83. Binz), Oteng-Mensah (67. Borges), Ahouannou, Arlinghaus (55. Bahoya), Ilicevic (46. Boujataoui), Haßfeld (83. Göbel)
Köln: Reiners – Obayda (72. Baum), Adoga, Völp, Markoski (73. Sobkowiak), Nikolic, Vunguidica, Ley (83. Nepomuck), Ekweribe, Abert (55. Simon), Fritz (83. Kinnavong)
Tore:
0:1 Vunguidica (8.)
0:2 Ley (24.)
1:2 Prenaj (37., FE)
1:3 Völp (44.)
1:4 Ekweribe (54., FE)
1:5 Simon (90.+1)