04.08.2026
U21

Die Dauerbrenner

Die Regionalliga-Saison 2026/27 steht in den Startlöchern. Ein Blick auf alle Gegner der U21. Diesmal: FSV Frankfurt, TSV Steinbach Haiger, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, SV Eintracht Trier und Hessen Kassel.

Die U21 ist in die Regionalliga Südwest zurückgekehrt. Dort erwarten die Adlerträger 17 namhafte Gegner voller Qualität und hoher Ansprüche, gegen die sich die Auswahl des neuen Trainers Patrick Glöckner behaupten möchte. Vor dem Ligaauftakt werfen wir in einer mehrteiligen Serie einen Blick auf die Konkurrenten der Eintracht. Diesmal im Fokus: Die Dauerbrenner FSV Frankfurt, TSV Steinbach Haiger, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, SV Eintracht Trier 05 und der KSV Hessen Kassel.

FSV Frankfurt

Kontinuität beim Stadtrivalen

Bei den Adlerträgern handelt es sich in der kommenden Saison nicht um die einzige Regionalligamannschaft aus der Mainmetropole, seit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Jahr 2016 tritt auch der FSV Frankfurt in der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands an. Die glorreichsten Zeiten des Stadtrivalen liegen jedoch bereits weit in der Vergangenheit, so standen die Schwarz-Blauen 1925 im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Gute einhundert Jahre später kämpft der FSV nun um den Aufstieg in die dritte Liga, zu dem in der vergangenen Spielzeit mit Rang drei nur wenig fehlte.

An das gute Abschneiden will der Hessenpokalsieger von 2023 nun anknüpfen und setzt in der kommenden Saison auf Kontinuität. Wichtige Stützen wie Kapitän Tim Weissmann sowie Lukas Gottwalt, sein Partner in der Innenverteidigung, verlängerten ihre Arbeitspapiere. Auch der erfahrene Giorgio Del Vecchio, der 126 Regionalliga-Spiele für den FSV bestritt, läuft weiterhin für die Frankfurter auf. Mit Ismail Harnafi gelang es darüber hinaus, den Toptorschützen aus der abgelaufenen Spielzeit am Bornheimer Hang zu halten. Rückkehrer Filip Pandza soll zudem den abwandernden Amin Farouk ersetzen, der in der Offensive für ordentlich Gefahr sorgte. Mit einem Altersschnitt von nur 23,8 Jahren stellt der FSV Frankfurt dabei abermals einen der jüngsten Kader der Liga. Eine Veränderung gibt es hingegen auf der Trainerposition. Victor Kleinhenz, der 2025 noch den 1. FFC Schweinfurt in die dritte Liga führte, übernimmt von Tim Görner.

  • Trainer: Victor Kleinhenz (seit 2026)
  • Spielstätte: PSD Bank Arena am Bornheimer Hang (12.542 Plätze)
  • Größter Erfolg: Deutscher Vizemeister (1925), Hessenpokalsieger (2023)
  • Ehemalige Adlerträger: Louis Held (2024-2025), Lucas Becker (2010-2012), Elias Breir (2021-2023)

TSV Steinbach Haiger

Unruhige Zeiten am Haarwasen

Die letzte Saison schloss der TSV Steinbach Haiger zwar auf einem starken fünften Platz ab, dennoch ging es im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreises turbulent zu. Im Herbst trennte sich der Verein von Geschäftsführer Sport Giuseppe Lepore, erst im April wurde Joseph Laumann als neuer Sportdirektor vorgestellt. Im Laufe der Rückrunde wurden mit Innenverteidiger Aaron Manu sowie Mittelfeldakteur Michael Guthörl darüber hinaus zwei Spieler suspendiert.

Trotz der widrigen Umstände wird Trainer Hüsni Tahiri auch in der kommenden Spielzeit an der Seitenlinie stehen, muss dabei jedoch auf die Unterstützung seines Co-Trainers Daniel Wilde sowie des Athletiktrainers Niklas Karcher verzichten. Auch innerhalb der Mannschaft verließen einige wichtige Stützen den TSV. Mit Eros Dacaj und seinen 25 Scorern verlieren die Mittelhessen einen der ligaweit besten Spieler der vergangenen Saison, auch Gwangin Lee, der zehn Tore erzielte und sechs Treffer auflegte, ist nicht einfach zu ersetzen. Julian Etse, der ab dem Winter vom SSV Ulm ausgeliehen wurde und sich in der Innenverteidigung festspielte, wird ebenfalls künftig nicht mehr für Steinbach-Haiger auflaufen und hat sich stattdessen den Adlerträgern angeschlossen. Ersatz steht indessen schon bereit. Insgesamt sieben Neuzugänge wurden bereits vorgestellt, alle sind zwischen 18 und 24 Jahren alt und bringen vielversprechendes Potenzial mit an den Haarwasen.

  • Trainer: Hüsni Tahiri (seit 2024)
  • Spielstätte: SIBRE-Sportzentrum Haarwasen (4.970 Plätze)
  • Größter Erfolg: Meister der Hessenliga (2015)
  • Ehemalige Adlerträger: Marco Müller (-2014)

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz

Bekanntes Gesicht an der Seitenlinie

Das Ziel der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz lautet auch in der kommenden Saison Klassenerhalt, die vergangene Spielzeit schloss die SG auf dem zehnten Rang ab. Im Jahr 1965 gegründet, handelt es sich bei dem Verein aus Fulda um einen der jüngeren Klubs, 2022 stiegen die Barockstädter erstmals in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga Südwest auf. Trainiert wird die Mannschaft derweil von einem alten Bekannten. Seit 2024 bekleidet Daniyel Cimen das Traineramt, der heute 41-Jährige leitete von 2012 bis 2014 die U19 der Eintracht. Als Spieler absolvierte Cimen darüber hinaus 32 Einsätze für die erste Mannschaft von Eintracht Frankfurt, hinzu kommen 122 Partien für die Zweitvertretung. 

In der kommenden Saison steht dem Trainer ein Großteil des letztjährigen Teams weiter zur Verfügung. Wichtige Stammkräfte wie Leon Pomnitz oder der torgefährliche Rechtsaußen Moritz Dittmann laufen weiterhin für die Osthessen auf, lediglich Stammtorhüter und Publikumsliebling Samuel Zapico sowie Flügelstürmer Tim Korzuschek hinterlassen eine Lücke. Diese konnten die Barockstädter jedoch bereits schließen. Als neue Nummer eins wurde Maximilian Weisbäcker nach vier Jahren zurück nach Fulda geholt. Der 25-jährige Schlussmann stand zuletzt beim 1. FC Schweinfurt unter Vertrag und absolvierte dort neun Spiele in der dritten Liga. Mit Ali Hüseyin Gün vom FC Gießen sowie Felix Hahn und Axel Furkert vom FSV Fernwald wird die Mannschaft zudem mit Leistungsträgern aus der Hessenliga verstärkt, die in der Barockstadt den nächsten Schritt gehen wollen.

Ex-Adlerträger Daniyel Cimen im Dress der Barockstädter.
  • Trainer: Daniyel Cimen (seit 2024)
  • Spielstätte: Stadion der Stadt Fulda im Sportpark Johannisau (4.999 Plätze)
  • Größter Erfolg: Meister der Hessenliga (2022)
  • Ehemalige Adlerträger: Ali Hüseyin Gün (2014-2019), Maximilian Weisbäcker (2016/17), Aaron Frey (2015/16)

SV Eintracht Trier 05

Pokalschreck von der Mosel

Der SV Eintracht Trier geht in seine dritte Regionalliga-Saison in Serie, die beiden vorigen Spielzeiten schloss der Verein aus der Römerstadt jeweils auf dem 13. Rang ab. Seit 2005 pendelt die Eintracht Trier zwischen der Oberliga und der Regionalliga hin und her, zuvor trat die Mannschaft von der Mosel drei Jahre in der 2. Bundesliga an. Bekanntheit hat der Klub jedoch vor allem durch den DFB-Pokal erlangt, wo sich die Trierer den Ruf als Pokalschreck erarbeitet haben. So kämpfte sich der Ex-Verein von Eintracht-Kapitän Robin Koch 1998 nach Siegen über Schalke 04 und Borussia Dortmund bis ins Halbfinale des Wettbewerbs vor, wo erst im Elfmeterschießen gegen den MSV Duisburg die Segel gestrichen werden mussten.

In der kommenden Saison soll nun erneut der Klassenerhalt gelingen. Ein Großteil der letztjährigen Mannschaft steht Trainer Thomas Klasen dabei nach wie vor zur Verfügung, aus dem Stammpersonal müssen lediglich Torhüter Radmir Novakovic sowie Mittelfeldspieler Maurice Wrusch ersetzt werden. Wichtige Stützen wie Toptorjäger Damjan Marceta und die beiden Urgesteine Kevin Heinz und Christopher Spang haben ihre Verträge genauso wie Trainer Klasen hingegen verlängert. Gespickt wird der Kader zudem von vielversprechenden Neuzugängen. Einer davon ist Leon-Oumar Wechsel, der in der Vergangenheit 17 Mal für Hannover 96 II in der dritten Liga zwischen den Pfosten stand. In der Offensive wurde sich darüber hinaus mit Tom Gaida und Shawn Blum verstärkt. Während der 21-jährige Gaida zuletzt 13 Tore in der Regionalliga Nord für den SSV Jeddeloh II erzielte, trug Außenstürmer Blum mit 26 Scorern in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar maßgeblich zum Aufstieg des 1. FC Kaiserslautern II bei.

  • Trainer: Thomas Klasen (seit 2023)
  • Spielstätte: Moselstadion (10.256 Plätze)
  • Größter Erfolg: Aufstieg in 2. Bundesliga (2002)
  • Ehemalige Adlerträger: -

KSV Hessen Kassel

Aushängeschild aus Nordhessen

Neu angreifen wird in dieser Saison auch der KSV Hessen Kassel. Die Löwen aus Nordhessen sind seit 2020 fester Bestandteil der Regionalliga Südwest und blicken auf eine reiche Geschichte zurück. Der Klub gilt als inoffizieller Nachfolgeverein des alten KSV Hessen Kassel, der zwischen 1980 und 1990 acht Jahre lang in der 2. Bundesliga vertreten war. 1998 musste der Verein aber einen Neuanfang in der achtklassigen Kreisliga A wagen und befindet sich seither auf der Rückkehr zur alten Größe. Die letzte Spielzeit schloss die Mannschaft von René Klingbeil dabei auf dem sechsten Rang ab. 

Nun müssen die Rot-Weißen jedoch schmerzliche Abgänge verkraften. Mit den beiden Mittelfeld-Strategen Lukas Rupp und Yannick Stark verlieren die Löwen die Erfahrung von 168 Erst- sowie 259 Zweitligaeinsätzen. Dennoch wartet der KSV mit einem qualitativen Kader auf. Ein Großteil der Mannschaft aus dem vergangenen Jahr bleibt beisammen, darunter auch der zwölfmalige türkische Nationalspieler Sercan Sararer sowie Leistungsträger Adrian Bravo Sanchez. Während sich Ersterer von einem Kreuzbandriss zurückkämpft und 35 Bundesliga-, 129 Zweitliga- und 69 Drittligaspiele aufweisen kann, überzeugte Sanchez in der abgelaufenen Spielzeit mit ganzen 17 Vorlagen. Zudem wird das Team durch gestandene Neuzugänge wie Leon Damer, Joel Richter oder Cemal Kaymaz punktuell verstärkt.

  • Trainer: René Klingbeil (seit 2024)
  • Spielstätte: Auestadion (18.737 Plätze)
  • Größter Erfolg: Meister der Regionalliga Südwest (2013)
  • Ehemalige Adlerträger: Phinees Bonianga (2013-15 und 2023-25)