01.08.2025
U21

Auftaktsieg nach 0:2-Rückstand

Die U21 dreht die erste Saisonpartie beim 4:2 (0:1) gegen den SV Rot-Weiss Walldorf durch Tore von Wünsch (60.), Yildirim (63./70.) und Starodid (90.).

Mit einigen neuen Gesichtern aber auch vielen alten Bekannten ging die Eintracht gegen den Aufstiegsmitfavoriten aus dem nur wenige Kilometer entfernten Walldorf in ihre insgesamt zweite Hessenliga-Saison nach der Wiedereinführung im Jahr 2022. Mit Obert, Gaul Souza, Wünsch, Starodid und Yildirim standen fünf Akteure aus dem letztjährigen Regionalliga-Kader in der Startformation. Als Kapitän führte der aus Regensburg verpflichtete Zugang Nico Ochojski die Adlerträger auf den nach einem Gewitter wenige Stunden zuvor wieder abgetrockneten Rasen im maxworx Sportpark in Dreieich. 

Temporeicher Beginn mit Walldorfer Führung

Bei angenehmen Temperaturen unter Flutlicht waren es die rot-weißen Gäste, die durch einen Kopfball von Fischer das erste Mal vor dem Frankfurter Tor vorstellig wurden (2.). Die Eintracht antwortete mit hohem Tempo, ohne allerdings zwingend gefährlich zu werden. Anders die Rot-Weissen: Nach einer flachen Hereingabe von rechts suchte Kruse aus rund 16 Metern zentral den Abschluss, doch Obert konnte das Spielgerät mit einem starken Reflex nach vorne abwehren und Osei klärte das Leder letztlich aus der Gefahrenzone (13.).

Doch Walldorf blieb auf dem Gaspedal: Nach einer Frankfurter Offensivaktion unterbindet die Hintermannschaft der Jungadler die Kunststoffkugel unzureichend, was Kallo sofort ausnutzte, den herauseilenden Obert überspielte und schließlich ins verwaiste Tor einschob - 0:1 aus Sicht der Gastgeber (15.). Angestachelt vom Rückstand wurde nun auch Wieszolek gefordert. Nach einem Standard von links klärte der RWW-Schlussmann zur Ecke, die im Anschluss geblockt wurde (17.). 

Es dauerte einen kurzen Moment, ehe das Tempo der in den rot-schwarz gekleideten Trikot gekleideten Adlerträger wieder Fahrt aufnahm. Erst musste sich Wieszolek nach einem Kopfball von Wünsch im Anschluss einer Freistoßflanke strecken (25.), dann schoss Yildirim knapp am Tor vorbei (25.), ehe Starodid eine Direktabnahme aus aussichtsreicher Position zentral vor dem Tor neben das Gehäuse setzte (26.).

Die U21 der Frankfurter Eintracht war keinesfalls unterlegen, jedoch hatte Walldorf die zwingenderen Gelegenheiten. Nach einer Ecke von rechts kam Babot aus wenigen Metern und spitzem Winkel zum Abschluss, aber Obert klärte mit einem glänzendem Reflex (34.). Sechs Minuten vor dem Pausenpfiff hatte die Eintracht dann ihre größte Gelegenheit. Spahn zog auf der Außenbahn das Tempo an und legte auf den mitgelaufenen Gaul Souza ab, der sofort abschloss und Wieszolek zu einem starken Reflex zwang (39.). 

 

Frankfurt mit der größten Chance vor der Pause 

Hinten zeigte sich die Eintracht allerdings noch nicht gefestigt. Nach einer verpatzten Mann-gegen-Mann-Verteidigung kam Kruse aus 20 Metern flach zum Abschluss, verfehlte das Tor aber um wenige Zentimeter (44.). Kurz vor der Pause und mit den letzten Sekunden der vierminütigen Verlängerung hatte die U21 der Frankfurter Eintracht die größte Gelegenheit für den Ausgleich auf dem Fuß.

Walldorfs Verteidigung klärte einen Ball unzureichend per Kopf und machte die harmlose Hereingabe gefährlich, Wieszolek klärte in höchster Not und wehrte vor die Füße von Ochojski ab, der seinem Schuss zu viel Druck verlieh und die Kunststoffkugel aus kurzer Distanz über den Kasten nagelte (45.). Direkt im Anschluss pfiff Schiedsrichter Rabe beim Spielstand von 0:1 zur Halbzeitpause. 

Walldorfer Blitzstart, Eintracht schlägt zurück

Anders als die erste Halbzeit endete, waren es die Walldorfer, die nach dem Seitenwechsel die erste Gelegenheit für sich verbuchen konnten. Einen Rückpass von Osei nahm Obert mit der Hand auf und verursachte einen indirekten Freistoß, den Sexauer aus 15 Metern versenkte - 0:2 (48.). Doch die Eintracht gab sich keinesfalls auf und blieb gefährlich: Osei wurde im Strafraum deutlich und regelwidrig von seinem Gegenspieler gebremst, doch zur Verwunderung aller Beteiligten blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm (54.).

Sechs Zeigerumdrehungen später sollte der Anschluss dann aber trotzdem durch einen Standard fallen. Ein Freistoß von rechts drückte Wünsch am zweiten Pfosten an Wieszolek vorbei zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie (60.). Der Zug hatte keine Bremse und Wünsch wurde von seinem Gegenspieler rund 20 Meter zentral vor dem Tor gelegt. Die geforderte rote Karte wegen Notbremse blieb aus, doch den Freistoß aus aussichtsreicher Position gab es trotzdem.

Yildirim nahm sich ein Herz, visierte das rechte obere Toreck an und versenkte das Spielgerät im Winkel - Traumtor und Ausgleich, 2:2 (63.). Standards brachten die U21 ins Spiel zurück, Standards blieben auch weiter gefährlich. Nach einer Ecke blockte die RWW-Verteidigung einen Kopfball in höchster Not und bewahrte Wieszolek vor den erneuten Einschlag (65.). Walldorf antwortete und traf ebenfalls per Standard den Querbalken, doch die Eintracht hatte das Momentum nun auf ihrer Seite. 

Yildirim stellt das Spiel auf den Kopf 

An Unterhaltsamkeit war das Spiel im maxworx Sportpark zu diesem Zeitpunkt der Partie nicht zu überbieten und die Eintracht drehte die Partie nun komplett. Eine Flanke konnte der Stürmer mit dem Kopf nicht kontrollieren, bekam die Kugel jedoch postwendend auf den Fuß und vollstreckte gegen den am Boden liegenden Wieszolek zur 3:2-Führung - Extase im Sportpark (70.). Walldorf brauchte einen kurzen Moment um sich zu schütteln, ließ dann aber wieder das Aluminium zittern. Eine Ecke von links senkte sich gefährlich auf das Tor von Obert und landete auf dem Querbalken (79.). 

Auf der anderen Seite ein lauter Aufschrei. Einen Kopfball von Starodid bekam ein Walldorfer Verteidiger aus kurzer Distanz an die Hand, doch während das Publikum und die Spieler noch monierten, schaltete Yildirim nicht ab und setzte seine Direktabnahme über das Tor (83.). Der Spielstand hätte in dieser Phase von beiden Mannschaften nach oben geschraubt werden können, doch beide Teams trafen häufig die falschen Entscheidungen. In der 88. Minute verließ Yildirim unter Applaus das Spielfeld und Doumbia kam für die letzten Minuten in die Partie. 

Doch auch die Auswechslung des Doppeltorschützen bremste den Frankfurter Offensivdrang nicht. Nach einem Konter zog Starodid mit der Kunststoffkugel am Fuß in die Mitte und bleib mit seinem ersten Abschluss an Wieszolek hängen, den Nachschuss bekam Frankfurts Offensivakteur jedoch direkt auf den Fuß, weshalb er keine Mühe hatte im zweiten Anlauf zum 4:2 einzuschieben - der Deckel war drauf (89.). 

Nach 0:2-Rückstand gewinnt die U21 der Frankfurter Eintracht damit ihr erstes Saisonspiel mit 4:2 und sammelt die ersten drei Zähler für ihr Punktekonto. Weiter geht es für die Mannschaft von Trainer Dennis Schmitt am nächsten Samstag, den 9. August 2025, wenn sie um 14 Uhr beim FC Gießen gastiert. 

Eintracht Frankfurt U21 - Rot-Weiss Walldorf 4:2 (0:1)

Eintracht: Obert - Spahn, Starodid, Bauer (90. Etse), Gaul Souza (60. Kirchhoff), Wünsch, Yildirim (88. Doumbia), Osei, Ochojski, Maluze, Hanashiro (60. Neuendorff)

Walldorf: Wieszolek - Beier, Metzler (65. Pohland), Sexauer, Babot (73. Andric), Voett, Kallo (80. Acun), Fischer, Redl, Kruse (73. Jaatit), Fröls (73. Spamer)

Tore:
0:1 Hady Kallo (15.)
0:2 Hendrik Sexauer (48.)
1:2 Paul Wünsch (60.)
2:2 Metehan Yildirim (63.)
3:2 Metehan Yildirim (70.)
4:2 Daniel Starodid (89.)