28.07.2025
U21

Aufsteiger, Dauerbrenner und Kämpfer

Die Saison 2025/26 in der LOTTO Hessenliga steht vor der Tür. Wir werfen einen Blick auf die Gegner: SV Adler Weidenhausen, TSV Eintracht Stadtallendorf, FC TuBa Pohlheim und Türk Gücü Friedberg.

Die U21 startet in der Saison 2025/26 in der LOTTO Hessenliga. Gemeinsam mit 17 weiteren Teams aus ganz Hessen kämpfen die Adlerträger um die tabellarischen Spitzenplätze. Wir blicken in einer mehrteiligen Serie auf die Gegner. Im Fokus: SV Adler Weidenhausen, TSV Eintracht Stadtallendorf, FC TuBa Pohlheim und Türk Gücü Friedberg.

SV Adler Weidenhausen

Aushängeschild im Werra-Meißner-Kreis

Im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis führt kein Weg am SV Adler Weidenhausen vorbei. Das Aushängeschild der Gemeinde Meißner stieg 2022 in Hessens höchste Spielklasse auf – der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Dreimal in Folge hielten die Adler die Liga, in der vergangenen Spielzeit beendeten sie die Saison letztlich auf einem sicheren elften Rang.

In der kommenden Spielzeit steht für die Weidenhausener nun aber ein Umbruch bevor. Erfolgstrainer Ronald Leonhardt legte sein Amt nach zehn Jahren am Chattenloh auf eigenen Wunsch nieder. Unter dem 34-jährigen Dennis Schanze, der zuvor bei der TSG Sandershausen erste Trainererfahrungen sammelte, gilt es nun, eine neue Spielidentität zu finden. Auch das Karriereende von Vereinsikone Sören Gonnermann muss verkraftet werden. Der Landwirt schnürte seit 2007 die Schuhe für den SV Adler und verzeichnete in 430 Partien sagenhafte 390 Treffer und 97 Vorlagen

  • Trainer: Dennis Schanze (seit 2025)
  • Spielstätte: Pacomarena (1.700 Plätze)
  • Größter Erfolg: Aufstieg in die Hessenliga (2022)
  • Ehemalige Adlerträger: -

TSV Eintracht Stadtallendorf

Mittelhessischer Dauerbrenner

Beim TSV Eintracht Stadtallendorf handelt es sich um eine feste Größe der Hessenliga. Seit 2008 tritt der Verein aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf bis auf zwei kurze Gastspielzeiten in der Regionalliga Südwest regelmäßig in der obersten Spielklasse Hessens an. Die vergangene Saison beendete der TSV auf einem starken fünften Rang. Auch in der kommenden Spielzeit ist mit den Grün-Weißen auf den vorderen Plätzen zu rechnen. Ihre Heimspiele trägt die Eintracht aus Stadtallendorf im 5.000 Plätze zählenden Herrenwaldstadion aus.

Personell haben die Mittelhessen im Sommer ordentlich zugelegt und gleich neun Neuzugänge präsentiert. So wechselte unter anderem Torgarant Jacob Pistor vom Hessenliga-Konkurrenten SC Waldgirmes nach Stadtallendorf. Der Mittelstürmer stellte in der abgelaufenen Spielzeit seine Qualitäten ordentlich unter Beweis und erzielte bemerkenswerte 21 Treffer. Ein weiterer Coup gelang mit der Verpflichtung von Loris Weiss, der für den SC 1960 Hanau in der vergangenen Hessenliga-Saison 14 Mal netzte. Der Außenstürmer trifft im Duell mit der Eintracht auch auf seinen Ex-Verein: In der Jugend trug Weiss von 2012 bis 2015 den Adler auf der Brust. Defensivakteur Louis Goncalves hingegen gewann 2010 die Deutsche B-Junioren-Meisterschaft mit der Eintracht.

  • Trainer: Gino Parson (seit 2024)
  • Spielstätte: Herrenwaldstadion (5.000 Plätze)
  • Größter Erfolg: Aufstieg in die Regionalliga Südwest (2017, 2020)
  • Ehemalige Adlerträger: Louis Goncalves (2008-2012), Nico Rinderknecht (2011-2016), Loris Weiss (2012-2015), Mustafa Yaman (2008-2013)

FC Turabdin-Babylon Pohlheim

Aufsteiger mit aramäischen Wurzeln

Sein Debüt in der Hessenliga gibt in diesem Jahr der frisch aufgestiegene FC Turabdin-Babylon (TuBa) Pohlheim. Der mittelhessische Klub aus dem Landkreis Gießen wurde 1986 von Mitgliedern der aramäischen Gemeinschaft aus der Region Tur Abdin in Südostanatolien gegründet. Der Vereinsname verweist auf die Herkunft des Vereins und bekennt sich zur mesopotamischen Kultur. Die Pohlheimer sehen sich als Bindeglied zwischen kultureller Identität und sportlicher Integration.

Mit der Zeit entwickelt sich der FC TuBa Pohlheim zu einer festen Größe im regionalen Fußball und feierte jüngst mit dem Titel in der Verbandsliga Mitte und dem damit verbundenen Aufstieg den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Der Meisterkader aus der abgelaufenen Spielzeit konnte dabei weitgehend zusammengehalten werden und wurde nur punktuell verstärkt. In der kommenden Saison will der Aufsteiger um Trainer Eduardo Dursun Fuß fassen und seine Erfolgsgeschichte fortsetzen.

  • Trainer: Eduardo Dursun (seit 2023)
  • Spielstätte: Sportplatz auf dem Bettenberg (2.500 Plätze)
  • Größter Erfolg: Aufstieg in die Hessenliga (2025)
  • Ehemalige Adlerträger: Marcel Bonk (2019-2022), Ryan Harder (2016-2020), Patrick Markeiwicz (2016-2019)

Türk Gücü Friedberg

Spitzenteam aus der Wetterau

Türk Gücü Friedberg gehört seit Jahren zu den Top-Adressen des hessischen Amateurfußballs. Der Verein wurde 1988 von türkischstämmigen Gastarbeitern gegründet und etablierte sich rasch als sportlicher und kultureller Treffpunkt in der Wetterau. Nach mehreren Aufstiegen in den letzten Jahrzehnten zählt TGF inzwischen zur Spitzengruppe der Hessenliga. In der vergangenen Saison verpasste der ambitionierte Klub den Sprung in die Regionalliga Südwest nur knapp: Nach dem gewonnenen ersten Relegationsspiel gegen die Reserve des 1. FC Kaiserslautern unterlag die Wetterauer der TSG Balingen im entscheidenden Duell mit 2:3.

Auch in der neuen Spielzeit zählt Türk Gücü zum erweiterten Favoritenkreis um den Titel in der LOTTO Hessenliga. Noah Michel, der einst am Riederwald auf Torejagd ging und offensichtlich eine gute Ausbildung genoss, kürte sich in der abgelaufenen Spielzeit mit 26 Treffern zum Torschützenkönig der Hessenliga. 21 Tore konnte auch Sturmpartner Toni Reljic erzielten.

  • Trainer: Enis Dzihic (seit 2022)
  • Spielstätte: Sportanlage Burgfeld (2.500 Plätze)
  • Größter Erfolg: Teilnahme an der Aufstiegsrunde zu Regionalliga Südwest (2024, 2025)
  • Ehemalige Adlerträger: Julian Dudda (2007-2012), Maik Vetter (2012-2013), Noah Michel (2006-2010, 2011-2014), Felix Metzler